Mexikanische Burritos sind lecker und unheimlich praktisch. Ihr könnt sie prima vorbereiten und einfrieren. Lernt hier alles, was ihr über selbst gemachte Burritos wissen müsst: Von der Füllung bis zum Rollen.

Ich liebe es, gemeinsam mit meinem Mann eine große Menge mexikanischer Burritos vorzubereiten. Zwei essen wir sofort, die anderen bewahren wir tiefgefroren auf. Die vorbereiteten Burritos nehmen wir dann mit zur Arbeit. Praktisch und so lecker!
Wenn Kolleginnen und Kollegen dann neidisch auf meine Burritos blicken, fragen sie mich oft, ob es nicht total aufwändig ist, sie selber zu machen. „Überhaupt nicht“, antworte ich dann. Vor allem, weil wir immer größere Mengen vorkochen, hält sich der Aufwand total in Grenzen.
Anfangs haben wir bei der Füllung mit verschiedenen Zutaten experimentiert, mittlerweile haben wir aber die beste Füllung für mexikanische Burritos gefunden (behaupten wir zumindest): Ein Chili mit Hackfleisch, Gemüse und einer selbst gemachten Gewürzmischung für Burritos. Das Rezept für Burritos ist viel zu gut, um es weiterhin für mich zu behalten.
Diese mexikanischen Burritos:
- lassen sich einfach und schnell zubereiten
- schmecken würzig und sind sättigend
- sind mit Chili und Crème fraîche gefüllt
- eignen sich zum Vorkochen (Meal Prep)
- halten sich tiefgefroren 3 Monate frisch


Was sind Burritos und wo kommen sie her?
Ihr seid euch gar nicht so sicher, was sich hinter dem Begriff Burritos versteckt? Einen Burrito könnt ihr euch als gefüllte Weizentortilla vorstellen. Er stammt aus Mexiko, wo er heute ein beliebtes Street Food ist. Er kann mit unterschiedlichsten Zutaten gefüllt sein: von Hackfleisch über Reis bis hin zu Gemüse, Bohnen, Käse und Salsa.
Der Unterschied zum hierzulande gängigen Wrap liegt nicht nur in der besonders herzhaften Füllung, sondern auch der Art, wie ein Burrito gerollt wird. Während beim Wrap normalerweise ein Ende offen gelassen wird, ist ein Burrito nach dem Rollen von allen Seiten geschlossen. Dadurch lässt er sich leichter essen und aufbewahren.
Nicht zu verwechseln sind Burritos mit Enchiladas. Diese werden mit kleineren Mais-Tortillas zubereitet, die mit Sauce übergossen und anschließend überbacken werden.
Übersetzt bedeutet Burrito „Eselchen“. Der Grund dafür, heißt es, sei die Form des gerollten Burritos. Sie erinnere an ein Eselsohr. Sehr ihr die Ähnlichkeit?

Die Zutaten für mexikanische Burritos
Wenn ihr authentische mexikanische Burritos selber machen möchtet, braucht ihr dafür nur wenige Zutaten. Die Zutaten findet ihr in jedem Supermarkt.
- Weizentortillas: Ihr benutzt die gleichen Weizentortillas, die ihr auch für Wraps verwendet. Alternativ könnt ihr sie auch selber herstellen.
- Crème fraîche: Mit ihrer milden Säure ergänzt Crème fraîche das herzhafte Chili con carne, mit dem die Burritos hauptsächlich gefüllt werden.
- Koriander: Etwas frischer Koriander passt wunderbar in einen Burrito. Falls ihr Koriander nicht mögt, könnt ihr ihn gegen Petersilie tauschen.
- Hackfleisch: Für die Chili-con-Carne-Füllung benötigt ihr natürlich Hackfleisch. Ich verwende immer gemischtes Hackfleisch.
- Bohnen: Auch Kidneybohnen dürfen nicht fehlen. Alternativ schmecken mexikanische Burritos auch mit schwarzen Bohnen.
- Stückige Tomaten: Hochwertige Dosentomaten sind eine tolle Basis für die Füllung.
- Paprika: Ich verwende auch immer eine rote Paprika, die für etwas Frische sorgt.
- Zwiebel: Für den Ansatz der Füllung darf auch eine Zwiebel nicht fehlen.
- Knoblauch: Der Knoblauch gibt geschmackliche Tiefe. Dosiert ihn am besten nach eurem persönlichen Geschmack.
- Tomatenmark: Das Tomatenmark röstet ihr in der Pfanne an, so entfaltet es alle seine Aromen.
- Gewürzmischung für Burritos: Die Gewürzmischung stellt ihr selber her. Wie das geht, erkläre ich im nächsten Abschnitt. Die Kurzform: Ihr mischt geräuchertes Paprikapulver mit Kreuzkümmel, Oregano, Chiliflocken, Koriander, Zwiebelgranulat, Knoblauchgranulat, Salz und Pfeffer.
- Geriebener Käse: Hier bieten sich mehrere Käsesorten an. Ich bevorzuge Gouda oder Cheddar.
- Mais: Eine kleine Dose Mais sorgt für einen hübschen Farbtupfer in der Füllung und bringt eine leichte Süße mit.
Zum Abschmecken kommen noch Salz und Pfeffer hinzu. Wer gerne besonders scharf isst, kann mehr Chiliflocken verwenden oder zu einer scharfen Sauce wie Tabasco greifen.

Selbst gemachte Gewürzmischung für Burritos
Wenn die Zubereitung eurer Burritos besonders schnell gehen soll, könnt ihr zu einer fertigen Gewürzmischung aus dem Supermarkt greifen. Besser schmeckt’s aber, wenn ihr euer Burrito-Gewürz selber herstellt. Das geht ganz einfach und ihr könnt die Gewürzmischung für andere Gerichte wie Chili con Carne oder Quesadillas einsetzen.
Für eine selbst gemachte Gewürzmischung für Burritos benötigt ihr:
- 2 TL geräuchertes Paprikapulver
- 2 TL Kreuzkümmel
- 2 TL Oregano
- 2 TL Chiliflocken
- 1 TL Koriander, gemahlen
- 1 TL Zwiebelgranulat
- 1 TL Knoblauchgranulat
- 2 TL grobes Salz
- 1 TL Pfeffer
Alle Gewürze vermischt ihr in einer Schüssel, fertig. Die Gewürzmischung reicht für etwa 16 Burritos. Ihr müsst sie also nicht jedes Mal neu herstellen.


Burritos rollen: So funktioniert’s
Burritos richtig zu rollen ist gar kein Problem. Es erfordert anfangs höchstens ein bisschen Übung. Aber keine Angst, nach euren ersten 2–3 Burritos seid ihr Profis.
Zunächst solltet ihr die richtige Menge an Füllung finden. Orientiert euch am Rezept weiter unten im Beitrag: 4 Esslöffel Füllung (in diesem Fall Chili con Carne) sind eine gute Menge für handelsübliche Weizentortillas. Dazu kommen 2 Esslöffel geriebener Käse und etwas frischer Koriander. Bevor ihr jedoch die Füllung auf den Fladen gebt, streicht ihr ihn noch mit Crème fraîche ein.
Dann geht’s ans Rollen!
Als erstes klappt ihr die beiden äußeren Seiten der Weizentortillas nach innen. Zwischen den beiden Seiten dürfen noch einige Zentimeter Platz sein, sprich: Die Füllung ist noch zu sehen.
Jetzt klappt ihr die euch zugewandte Seite der Weizentortillas um. Dabei haltet ihr die äußeren Seiten mit den Fingern fest, sodass keine Füllung herausfällt.
Als letztes rollt ihr den Burrito von unten nach oben vollständig auf. Dabei übt ihr leichten Druck aus, damit euer Burrito eine gleichmäßige Form erhält.
Orientiert euch gerne an der Bilderanleitung:




Mexikanische Burritos vorbereiten
Burritos sind ein wahres Meal-Prep-Wunder. In Alufolie gewickelt halten sie sich im Kühlschrank 3 Tage, im Gefrierschrank sogar 3 Monate.
Burritos einfrieren
Wenn ihr Burritos einfrieren möchtet, solltet ihr ein paar Dinge beachten:
- Alles abkühlen lassen: Bevor ihr eure Burritos verpackt, solltet ihr sie gut abkühlen lassen. Wenn nicht, kann sich Kondenswasser bilden, das die Burritos matschig werden lässt.
- Keine flüssige Füllung: Die Füllung sollte möglichst wenig flüssig sein, damit sich die Weizentortillas nicht zu sehr mit Wasser vollsaugen können.
- Fest rollen: Ihr möchtet, dass eure Burritos auch nach dem Auftauen noch ihre Form behalten. Dafür solltet ihr sie schön fest rollen.
- Luftdicht verpacken: Wickelt eure gerollten Burritos in Alufolie. Dann packt ihr sie entweder in einen Gefrierbeutel oder legt sie nebeneinander in eine luftdicht verschließbare Dose.
Wenn ihr euch an mein Rezept haltet, kann beim Einfrieren gar nichts schief gehen. Möchtet ihr jedoch andere Füllungen ausprobieren, dann solltet ihr wissen, welche Zutaten sich nicht gut fürs Einfrieren eignen. Folgende Zutaten solltet ihr vermeiden:
- Salat
- Rohe Tomaten
- Gurken
- weicher Käse (wie Mozzarella)
- weich gekochter Reis
- Joghurt

Burritos auftauen und erwärmen
Das Praktische an Gefrierschrank-Burritos ist, dass ihr sie nicht erst auftauen müsst, bevor ihr sie erwärmen könnt. Ihr holt sie einfach aus dem Gefrierschrank und lasst sie in der Alufolie eingewickelt.
Mein Mann und ich bevorzugen unterschiedliche Methoden, unsere Burritos zu erwärmen. Während er davon überzeugt ist, dass sie in der Pfanne erwärmt etwas besser schmecken, liebe ich es, Burritos einfach in die Heißluftfritteuse zu legen. Das geht schneller und ist unaufwändiger.
- Burritos auftauen im Ofen: Den Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Gefrorene Burritos in Alufolie auf mittlerer Schiene ca. 40 Minuten erhitzen. Die letzten 5 Minuten die Alufolie öffnen, damit der Burrito knusprig wird.
- Burritos auftauen in der Heißluftfritteuse: Die gefrorenen Burritos samt Alufolie in die Heißluftfritteuse legen und bei 175 °C für 20 Minuten erhitzen. Die Burritos lassen sich dann wunderbar aus der Folie lösen und können sofort verzehrt werden.
- Burritos auftauen in Mikrowelle und Pfanne: Die Burritos ohne Alufolie 5 Minuten bei 600 Watt in der Mikrowelle auftauen. Dann in einer Pfanne mit wenig Öl bei mittlerer Hitze ca. 10 Minuten rundum bräunen.
Ihr könnt Burritos auch über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen. Dann könnt ihr sie ebenfalls schnell in der Heißluftfritteuse (5 Minuten, 175 °C) oder in der Pfanne (10 Minuten, mittlere Hitze, wenig Öl) erhitzen.
Das Rezept für mexikanische Burritos

Mexikanische Burritos gefüllt mit Chili con Carne
Zutaten
- 8 Weizentortillas
- 1 Becher Crème fraîche á 150 g
- 1 Bund Koriander
Für die Chili-con-Carne-Füllung
- 500 g gemischtes Hackfleisch
- 1 Dose Kidneybohnen á 400 g, oder 2 Dosen schwarze Bohnen á 240 g
- 1 kl. Dose Mais á 140 g
- 1 Dose stückige Tomaten
- 1 rote Paprika
- 1 Zwiebel
- 2 Zehen Knoblauch
- 1 EL Tomatenmark
- 2 geh. EL Mexikanische Gewürzmischung (zum Rezept)
- 250 g geriebener Käse z. B. Gouda oder Cheddar
- Salz und Pfeffer zum Abschmecken
- Chiliflocken optional
Anleitungen
Zutaten vorbereiten
- Zwiebeln und Knoblauch fein hacken. Paprika waschen, entkernen und in kleine Würfel schneiden. Bohnen und Mais in ein Sieb geben, abspülen und gut abtropfen lassen.
- Burrito-Füllung zubereiten: Hackfleisch in etwas Öl krümelig anbraten. Dann mit der mexikanischen Gewürzmischung würzen.
- Zwiebeln, Knoblauch und Paprika zum Hackfleisch geben und für 3 Minuten mitbraten. Tomatenmark unterrühren und kurz mitrösten.
- Bohnen, Mais und gehackte Tomaten dazugeben und alles gründlich vermengen. Alles bei niedriger bis mittlerer Hitze für ca. 5 Minuten einköcheln lassen, bis die Füllung eine sämige Konsistenz entwickelt hat.
- Die Füllung mit Salz, Pfeffer und optional Chiliflocken abschmecken.
Burritos füllen
- Einen Weizenfladen in einer vorgeheizten Pfanne für 15 Sekunden pro Seite erwärmen. Mit einem Teelöffel Crème fraîche bestreichen. Je 4 EL der Chili-con-Carne-Füllung quer auf dem Weizenfladen verteilen. Mit 2 EL geriebenem Käse und einigen Blättern frischem Koriander belegen.

Burritos rollen
- Zum Aufrollen zuerst die rechte und linke Seite der Tortilla nach innen klappen.

- Dann den unteren Rand anheben und über die Füllung rollen. Dabei die eingeklappten Seiten mit den Fingern festhalten, damit keine Füllung herausfällt.

- Anschließend den Burrito mit leichtem Druck weiter aufrollen, bis er komplett geschlossen ist.

- Vor dem Verzehr in der Pfanne nochmal von beiden Seiten goldbraun anbraten. Burritos sofort genießen oder in Alufolie wickeln und im Kühlschrank oder Gefrierschrank aufbewahren.
Notizen
Nährwertangaben
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Häufig gestellte Fragen zu Burritos
Welche Tortillas eignen sich am besten für Burritos?
Am besten eignen sich große Weizentortillas, da sie elastisch sind und sich gut rollen lassen. Maistortillas reißen meist zu leicht.
Welche Füllung ist typisch für Burritos?
Typische Burrito-Füllungen sind Hackfleisch oder Hähnchen, Bohnen, Reis, Gemüse, Käse und Salsa. Die Kombination variiert je nach Region und Geschmack.
Werden Burritos durch das Einfrieren matschig?
Nein, wenn die Füllung nicht zu flüssig ist und die Burritos fest gerollt werden, bleiben sie auch nach dem Auftauen formstabil.
Kann man Burritos vegetarisch zubereiten?
Ja, Burritos lassen sich problemlos vegetarisch oder vegan zubereiten, z. B. mit Bohnen, Reis, Gemüse oder Linsen als Füllung.
Wie viele Burritos rechnet man pro Person?
Als Hauptgericht rechnet man 1–2 Burritos pro Person, abhängig von der Größe und der Füllung.
Zuletzt aktualisiert am 16.01.26




Schmeckt sehr lecker, volle 5 🌟🌟🌟🌟🌟
Sehr sehr lecker, danke