Diese Kürbis-Pasta mit geröstetem Hokkaido ist unkompliziert und vegetarisch. Die herrlich cremige Sauce entsteht aus püriertem Ofenkürbis und Kochsahne. In nur 35 Minuten steht das Gericht fertig auf dem Tisch.

Das Besondere an dieser Kürbis-Pasta
Eine cremige Pasta, die nach Herbst schmeckt und trotzdem ohne großen Aufwand gelingt: Klingt gut? Das dachte ich mir auch, als ich das Rezept zum ersten Mal ausprobiert habe! Der Hokkaido wird im Ofen geröstet, bis er weich und leicht gebräunt ist. Zwei Drittel davon püriert ihr mit Knoblauch, Kochsahne und Gemüsebrühe zu einer Sauce. Der Rest wandert als Würfel in die fertige Pasta.
Durch das Rösten schmeckt der Kürbis intensiver und süßlicher, als wenn ihr ihn im Topf kochen würdet. Rote Zwiebel und geräuchertes Paprikapulver geben der Sauce Tiefe, und mit einer Prise Chiliflocken bekommt sie auf Wunsch eine leichte Schärfe. Wenn ihr es noch würziger mögt, rührt ihr zum Schluss etwa Parmesan unter.
Das Rezept ist auf natürliche Art vegetarisch. Nehmt ihr pflanzliche Kochcreme, lasst den Käse weg und verwendet eifreie Pasta, wird daraus sogar eine vegane Variante. Mit nur 10 Minuten Arbeitszeit ist die Kürbis-Pasta für mich das perfekte Feierabendgericht: Während der Kürbis im Ofen röstet, kocht die Pasta ganz nebenbei.


Hokkaido-Kürbis: Schälen ist nicht nötig
Wie bei vielen Kürbisgerichten gilt auch bei diesem Rezept: Hokkaido eignet sich besonders gut, weil ihr ihn nicht schälen müsst. Die Schale wird beim Rösten weich und ist essbar. Ihr wascht den Kürbis nur gründlich, halbiert ihn, entfernt die Kerne mit einem Löffel und schneidet ihn in kleine Würfel.
Schneidet die Würfel möglichst gleich groß, damit sie gleichzeitig gar werden. Verteilt sie außerdem mit etwas Abstand auf dem Backblech. Liegen sie zu eng, dämpft der Kürbis eher, als dass er röstet, und bekommt weniger Röstaromen.
Wenn ihr keinen Hokkaido bekommt, könnt ihr auch Butternut-Kürbis verwenden. Seine Schale ist fester, deshalb solltet ihr ihn vor dem Würfeln schälen.
So wird die Sauce schön cremig
Das Geheimnis der Sauce ist der Kürbis selbst: Püriert ihr zwei Drittel der gerösteten Würfel mit Kochsahne und Gemüsebrühe, bekommt ihr eine schmackhafte Sauce, die sich perfekt um die Pasta legt.
Wichtig ist das Pastawasser: Fangt vor dem Abgießen etwa 150 ml davon auf. Die enthaltene Stärke bindet die Sauce und macht sie noch geschmeidiger. Zum Pürieren braucht ihr rund 100 ml davon. Ist die Sauce später zu dick, rührt ihr esslöffelweise mehr Pastawasser ein, bis sie die gewünschte Konsistenz hat.
Zum Pürieren eignet sich ein Pürierstab oder ein Standmixer. Am wenigsten Aufwand macht das Pürieren mit dem Pürierstab direkt im Topf. Wenn ihr nur einen Standmixer habt, dann beachtet: Der Kürbis kommt heiß aus dem Ofen, püriert ihn deshalb im Standmixer nur in kleinen Portionen und verschließt den Deckel nicht luftdicht.

So könnt ihr die Kürbis-Pasta abwandeln
- Für mehr Biss streut ihr geröstete Kürbiskerne oder gehackte Haselnüsse über die fertige Pasta.
- Ein paar getrocknete Tomaten, in Streifen geschnitten und untergemischt, bringen eine fruchtig-würzige Note.
- Etwas Zitronenabrieb oder ein Spritzer Zitronensaft sorgt für Frische.
- Serviert die Pasta auch mal mit Rucola, zerbröseltem Feta oder knusprig gebratenen Champignons.
- Ihr mögt es schärfer? Dann gebt etwas mehr Chiliflocken zum Kürbis auf das Blech.
- Für eine vegane Version verwendet ihr pflanzliche Kochcreme und eifreie Pasta und lasst den Käse weg.
Kürbis-Pasta vorbereiten und aufbewahren
Am besten schmeckt die Pasta frisch zubereitet. Reste bewahrt ihr luftdicht verschlossen im Kühlschrank auf, dort halten sie sich etwa zwei Tage. Da die Pasta Sauce aufsaugt, gebt ihr beim Aufwärmen einen kleinen Schuss Wasser oder Gemüsebrühe dazu.
Wenn ihr vorkochen möchtet, könnt ihr den Kürbis rösten und die Sauce pürieren, ohne die Pasta zu kochen. Erwärmt die Sauce später in der Pfanne und mischt sie mit frisch gekochter Pasta.
Das Rezept für Kürbis-Pasta

Cremige Kürbis-Pasta
Kochutensilien
- Backblech
- großer Topf
- Sieb
- Schneidebrett
- Küchenmesser
- Pürierstab oder Standmixer
Zutaten
- 800 g Hokkaido-Kürbis
- 1 rote Zwiebel
- 2 Zehen Knoblauch ungeschält
- 2 EL Olivenöl
- ½ TL geräuchertes Paprikapulver
- Salz und schwarzer Pfeffer
- 1 Prise Chiliflocken optional
- 350 g kurze Pasta z. B. Rigatoni oder Fusilli
- 200 ml Kochsahne oder pflanzliche Kochcreme
- 150 ml Gemüsebrühe
- 40 g geriebener Parmesan oder vegetarischer Hartkäse, optional
- Kürbiskerne optional zum Servieren
Anleitungen
- Den Backofen auf 210 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Kürbis waschen, entkernen und in kleine Würfel schneiden. Die Zwiebel schälen und in Spalten schneiden.
- Kürbis, Zwiebel und ungeschälte Knoblauchzehen auf einem Backblech mit Olivenöl, Paprikapulver, Salz, Pfeffer und optional Chiliflocken vermengen. Etwa 20 Minuten rösten, bis der Kürbis weich und leicht gebräunt ist.
- Währenddessen die Pasta in Salzwasser nach Packungsangabe garen. Vor dem Abgießen etwa 150 ml Kochwasser auffangen.
- Den nun weichen Knoblauch aus der Schale drücken und mit etwa zwei Drittel des gerösteten Kürbisses, Kochsahne, Gemüsebrühe und rund 100 ml Pastawasser fein pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Ist die Sauce zu dick, esslöffelweise mehr Pastawasser einrühren.
- Pasta, Kürbissauce und die übrigen Kürbiswürfel in einem großen Topf oder in der Pastapfanne vermengen. Nach Wunsch Parmesan unterrühren und sofort servieren.
Notizen
Nährwertangaben
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Häufig gestellte Fragen zur Kürbis-Pasta
Muss ich den Hokkaido schälen?
Nein. Die Schale des Hokkaido ist essbar und wird beim Rösten weich. Ihr müsst den Kürbis nur waschen, entkernen und in Würfel schneiden.
Ist die Kürbis-Pasta vegetarisch oder vegan?
Die Pasta ist vegetarisch. Klassischer Parmesan enthält allerdings tierisches Lab, daher nehmt ihr für ein rein vegetarisches Gericht vegetarischen Hartkäse. Für eine vegane Variante verwendet ihr pflanzliche Kochcreme und eifreie Pasta und lasst den Käse weg.
Welche Pasta passt am besten?
Kurze Sorten mit Rillen oder Röhren wie Rigatoni oder Fusilli, denn die Sauce bleibt darin gut haften. Auch Penne eignen sich.
Kann ich einen anderen Kürbis verwenden?
Ja, zum Beispiel Butternut-Kürbis. Schält ihn vor dem Würfeln, weil seine Schale fester bleibt.
Was kann ich tun, wenn die Sauce zu dick oder zu dünn ist?
Rührt esslöffelweise Pastawasser ein, bis die Sauce die gewünschte Konsistenz hat. Ist sie zu dünn, lasst sie in der Pfanne bei mittlerer Hitze kurz einköcheln.
Kann ich die Sauce vorbereiten?
Ja. Röstet den Kürbis und püriert die Sauce schon vorab, am besten ohne die Pasta zu kochen. Erwärmt die Sauce später und mischt sie mit frisch gekochter Pasta.

Wenn ihr die Kürbis-Pasta ausprobiert, freue ich mich über euren Kommentar und eine Bewertung des Rezepts.




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