Muhammara ist ein veganer Dip, den ihr unbedingt probieren solltet! Auf Basis von gegrillter Paprika und Walnüssen lässt er sich superschnell zubereiten und passt zu Gemüse, Fladenbrot und Gegrilltem.

Arabische beziehungsweise nahöstliche Dips oder Aufstriche sind für mich wahre Alltagshelden. Jede Woche, wenn ich nicht weiß, was ich zu Abend essen soll, gehe ich in den türkischen Supermarkt bei mir um die Ecke und kaufe mir frisches Fladenbrot. Manchmal nehme ich an der Frischetheke auch einen leckeren Dip mit, aber meistens mache ich ihn einfach selbst.
Einer meiner Favoriten ist Hummus – in Syrien, Israel und im Libanon zählt er zu den Nationalgerichten. Auch hierzulande ist er mittlerweile überall bekannt: Ihr findet ihn in jedem Discounter, im Supermarkt sowieso und in hippen Bowl-Restaurants. Etwas weniger bekannt, aber mindesten genauso lecker, ist Muhammara! Die arabische Würzpaste ist vor allem in Syrien (Aleppo) sowie in der türkischen Küche (insbesondere in der Region Antakya) beliebt.
Seit ich Muhammara für mich entdeckt habe, bereite ich sie ständig zu – am liebsten als Dip für Fladenbrot, Chips und Rohkost, aber auch als Beilage für Grillfeste. Meine Muhammara hat es auch schon auf das eine oder andere Buffet geschafft, dort aber nicht lange durchgehalten: Denn wer einmal Muhammara probiert hat, kriegt garantiert nicht genug!
Damit bei euch beim Dippen nie langweilig wird, habe ich mich mit zwei Foodbloggerinnen zusammengetan: Gemeinsam präsentieren wir euch insgesamt drei Dips, die sich alle blitzschnell zubereiten lassen und einfach köstlich schmecken. Weitere Infos findet ihr unter dem Rezept am Ende dieser Seite.
Zunächst geht’s um mein Muhammara-Rezept, das ihr unbedingt einmal nachmachen solltet. Ihr werdet es ganz bestimmt genauso sehr lieben wie ich.
Diese Muhammara:
- lässt sich in nur 15 Minuten zubereiten
- ist komplett vegan
- passt wunderbar zu Meze, Fladenbrot, Gemüse und Gegrilltem
- hält sich 4–6 Tage im Kühlschrank

Was ist Muhammara?
Bei Muhammara handelt es sich um eine nahöstliche Würzpaste, die ihr wunderbar als Dip oder Aufstrich verwenden könnt. Sie stammt aus der Levantinischen Küche – also der kulinarischen Region, die Syrien, Libanon, Palästina und Jordanien umfasst. Man sagt, die klassische Rezeptur sei in der Stadt Aleppo entstanden. Dort wird Muhammara traditionell als Meze (Vorspeise) gereicht, gemeinsam mit Hummus, Baba Ghanoush, Oliven und Fladenbrot.
Aus dem Arabischen übersetzt bedeutet der Name „die Gerötete“, was sich auf die intensive Farbe der Würzpaste zurückführen lässt.
Wie schmeckt Muhammara?
Wie es für die Levantinische Küche üblich ist, vereint Muhammara viele Geschmäcker: Sie schmeckt nussig, leicht süß und säuerlich, aber auch würzig-scharf. Natürlich unterscheidet sich der Geschmack je nach den Gewürzen, die ihr bei der Zubereitung verwendet.
Wozu passt Muhammara?
Die Einsatzmöglichkeiten von Muhammara sind herrlich vielseitig – gerade deshalb bereite ich sie so häufig zu. Die nahöstliche Würzpaste könnt ihr wie folgt verwenden:
- als Dip zu Fladenbrot, Naan oder Gemüse
- als Aufstrich auf Brot jeder Art
- als Beilage zu Fleisch oder Grillgerichten
- als Meze (Vorspeise)
- als vegane Alternative zu Pesto Rosso (Muhammara mit Kochwasser der Nudeln vermischen)
- als Füllung für Gemüse (zum Beispiel Zucchini oder Paprika)
- als Highlight in einer Bowl

Die Zutaten für Muhammara
Wenn ihr Muhammara einmal selbst zubereiten möchtet, braucht ihr dafür folgende Zutaten:
- Gegrillte Paprika: Ich verwende gegrillte Paprika im Glas – das verkürzt die Zubereitungszeit enorm gegenüber einer Variante mit selbst gegrillter oder gerösteter Paprika.
- Walnusskerne: Dieses röstet ihr kurz in der Pfanne, damit sie ihr volles Aroma entfalten. Sie geben eurer Muhammara eine nussige Note.
- Panko: Keine Angst, wenn ihr kein Panko zuhause habt, könnt ihr auch Semmelbrösel verwenden.
- Knoblauch: Kein arabischer Dip ohne eine Zehe Knoblauch – oder zwei …
- Olivenöl: Das Olivenöl ist wichtig für die Konsistenz, und wie ihr bestimmt wisst, sind Fette Geschmacksträger. Ich bevorzuge fruchtiges Olivenöl.
- Granatapfelsirup: Den Sirup bekommt ihr in jedem türkischen oder arabischen Supermarkt. Wenn ihr keinen in der Nähe habt, könnt ihr 2 TL Granatapfelsirup durch je 1 TL Balsamico und 1 TL Honig oder Ahornsirup ersetzen (bei Honig ist euer Dip allerdings nicht mehr vegan).
- Zitronensaft: Ihr könnt entweder eine Zitrone frisch auspressen oder ihr verwendet fertig gepressten Saft aus dem Supermarkt.
- Tomatenmark: Hier ist es egal, ob ihr zweifach oder dreifach konzentriertes Tomatenmark verwendet. Es liefert nicht nur Geschmack, sondern gibt eurem Dip auch seine charakteristische Farbe.
- Gewürze: Für die Würze verwende ich neben Salz auch gemahlenen Kreuzkümmel sowie Pul Biber. Aus dem Türkischen übersetzt bedeutet Pul Biber „zerstoßene Chiliflocken“. Diese haben eine milde Schärfe. Alternativ greift ihr zu herkömmlichen Chiliflocken.

Drei wichtige Tipps für die Zubereitung
Muhammara selbst herzustellen ist zum Glück sehr einfach. Da jede:r von uns sich mit unterschiedlicher Kocherfahrung an das Rezept heranwagt, habe ich euch trotzdem einige Tipps zusammengestellt, damit bei der Zubereitung wirklich gar nichts schief gehen kann.
- Die gegrillte Paprika im Glas solltet ihr in ein Sieb gießen und gut abtropfen lassen. Am besten tupft ihr sie noch mit Küchenpapier ab, bevor ihr sie weiter verarbeitet. Der Sud, in dem die Paprika eingelegt sind, hat eine intensive Säure, von der ihr nicht zu viel in euren Dip einarbeiten möchtet.
- Beim Rösten der Walnüsse solltet ihr bei der Pfanne stehen bleiben. Heizt die Pfanne nur auf mittlere Hitze und achtet darauf, wann die Walnüsse anfangen zu duften. Dann gebt ihr Panko mit dazu und rührt ab dann häufig um, damit das Panko gleichmäßig Farbe annimmt. Falls ihr unsicher seid, nehmt die Pfanne lieber etwas früher als zu spät vom Herd.
- Muhammara hat eine andere Konsistenz, als ihr es womöglich von Dips wie Hummus gewöhnt sein. Durch die Walnüsse und das Panko ist sie nach dem Pürieren im Food Processor gröber (stückiger). Falls ihr cremige Dips bevorzugt, könnt ihr einfach so lange weiter pürieren, bis euch die Konsistenz gefällt. Zwar entspricht die Konsistenz dann nicht mehr der traditionellen Muhammara, aber das kann euch egal sein, solange euch die selbst zubereitete Spezialität schmeckt.
Das Rezept für Muhammara

Muhammara – veganer Paprika-Walnuss-Dip
Kochutensilien
- Sieb
- Pfanne
- Food-Processor (oder Pürierstab und hoher Messbecher)
- Schneidebrett
- Küchenmesser
Zutaten
- 1 Glas gegrillte Paprika 370 g Abtropfgewicht
- 100 g Walnusskerne
- 45 g Panko oder Semmelbrösel
- 1 Zehe Knoblauch
- 4 EL Olivenöl fruchtiges
- 2 TL Granatapfelsirup
- ½ EL Zitronensaft
- 1 TL Tomatenmark
- 1–2 TL Pul Biber
- 1/2 EL Kreuzkümmel gemahlen
- 1 TL Salz
Optional zum Garnieren
- 1 EL Granatapfelkerne
- 2 Stängel Minze frische
Anleitungen
- Gegrillte Paprika abtropfen lassen, dann mit etwas Küchenpapier trocken tupfen und in grobe Stücke schneiden.
- 2 Walnusskerne zur Seite legen. Die übrigen Walnusskerne in einer vorgeheizten Pfanne bei mittlerer Hitze 3 Minuten rösten. Panko dazugeben und weitere 3 Minuten rösten, bis das Panko goldbraun ist. Regelmäßig in der Pfanne rühren und aufpassen, dass nichts verbrennt.
- Knoblauch schälen und zusammen mit der Walnuss-Panko-Mischung in einen Food Processor geben. Kurz mixen. (Alternativ einen hohen Messbecher und einen Pürierstab verwenden.)
- Geröstete Paprika, Olivenöl, Granatapfelsirup, Zitronensaft, Pul Biber (1 TL für eine leichte Schärfe), Kreuzkümmel und Salz in den Food Processor geben. Mixen, bis der Dip die gewünschte Konsistenz hat. Er darf noch kleine Stücke enthalten, kann aber auch gemixt werden, bis er gleichmäßig cremig ist.
- Die Muhammara abschmecken und bei Bedarf mit Granatapfelsirup, Zitronensaft oder Salz nachwürzen. Mit den übrigen Walnüssen sowie optional mit frischer Minze und Granatapfelkernen servieren.
Notizen
Weitere Dips zum Probieren
Wenn ihr auf der Suche nach noch mehr leckeren Dips für jede Gelegenheit seid, dann schaut auch bei Jelena von eatwhatyouread.de sowie Maja von moeyskichten.de vorbei. Ihre beiden Dips-Rezepte könnt ähnlich schnell zubereiten wie meine Muhammara. Die fertigen Dips sind cremig, würzig und total vielseitig einsetzbar. Mehr Infos und die Rezepte gibt’s hier:
- Erbsen-Hummus mit Bärlauchpesto von Jelena
- Whipped Feta mit Hot Honey von Maja


Häufig gestellte Fragen
Ist Muhammara vegan?
Ja, das klassische Muhammara-Rezept ist vegan, da es aus Paprika, Walnüssen, Olivenöl und Gewürzen besteht. In meinem Muhammara-Rezept ist Panko (Semmelbrösel) enthalten – passt hier beim Einkaufen auf. Zwar sind die meisten Produkte vegan, aber nicht alle.
Wie lange ist Muhammara haltbar?
Aus frischen Zutaten zubreitet hält sich Muhammara 4–6 Tage im Kühlschrank. Wenn ihr sie mit Olivenöl bedeckt, hält sie sogar noch länger.
Lässt sich Muhammara einfrieren?
Tatsächlich ja! Muhammara lässt sich sogar gut einfrieren – am besten portionsweis in kleinen Aufbewahrungsgläsern. Nach dem Auftauen solltet ihr noch einmal kräftig durchrühren.
Wie scharf ist Muhammara?
Muhammara hat eine angenehme, milde Schärfe. Wenn ihr den Dip selbst zubereitet, könnt ihr die Schärfe bestimmen, indem ihr mehr oder weniger Pul Biber (Chiliflocken) verwendet.
Welche Nüsse kann man statt Walnüssen verwenden?
Gute Alternativen sind Mandeln, Cashews oder Haselnüsse – aber Walnüsse geben den typisch herben Geschmack, daher empfehle ich Walnüsse. Auch nussfreie Varianten mit Sonnenblumenkernen sind möglich.
Ist Muhammara glutenfrei?
Muhammara ist nur dann glutenfrei, wenn ihr bei der Zubereitung auf Panko oder Semmelbrösel verzichtet.
Kann man Muhammara vorbereiten?
Absolut! Muhammara schmeckt sogar noch besser, wenn sie über Nacht im Kühlschrank durchziehen konnte. Vor dem Servieren solltet ihr den Dip dann noch einmal abschmecken.
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Zuletzt aktualisiert am 29.07.25
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